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Unser Blog - time to adapt - 

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Wir sind präqualifiziert für Projekte der Deutschen Bahn

Die AdaptING GmbH ist seit Februar 2026 für Planung elektrischer Energieanlagen bei der Deutschen Bahn präqualifiziert. Damit erfüllen wir die formalen, technischen und organisatorischen Anforderungen, um anspruchsvolle Infrastrukturprojekten im Bahnkontext umzusetzen.


Die Präqualifizierung ist dabei weit mehr als ein formaler Eintrag in einer Liste. Sie ist ein belastbarer Nachweis unserer fachlichen Kompetenz, unserer strukturierten Arbeitsweise und unserer Fähigkeit, komplexe Projekte normensicher und wirtschaftlich umzusetzen.




Was bedeutet die Präqualifizierung konkret?


Unternehmen, die für Projekte der Deutschen Bahn tätig werden möchten, müssen ihre Leistungsfähigkeit umfassend nachweisen. Dazu zählen unter anderem:


Die Präqualifizierung bestätigt, dass wir diese Anforderungen erfüllen. Nun erscheinen wir auf der offiziellen Liste der präqualifizierten Unternehmen der Deutschen Bahn: Liste-praequalifizierte-Unternehmen-Infrastruktur-data.pdf.



Warum Bahnprojekte besondere Anforderungen stellen


Infrastrukturprojekte im Umfeld der Deutschen Bahn unterscheiden sich grundlegend von konventionellen Elektroplanungen in klassischen Hochbauprojekten wie dem Wohnungs- oder Schulbau durch ihre bahnbetriebliche Relevanz und Sicherheitskritikalität. Die Planung erfolgt unter strikter Berücksichtigung eisenbahnspezifischer Regelwerke (z. B. DB-Richtlinien, RIL, bahnspezifische VDE-Anwendungsregeln) sowie unter Einbindung mehrerer Infrastrukturbetreiber (DB Netz, DB Station & Service, DB Energie).


Anlagen wie Gleisfeldbeleuchtung und Weichenheizungen sind unmittelbar betriebs- und sicherheitsrelevant und müssen hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, sowie Rückwirkungsfreiheit zum Bahnstrom (16,7 Hz) erfüllen. Zusätzlich sind Bauzustände unter rollendem Rad, Sperrpausen, Kreuzungsvereinbarungen und eisenbahnbetriebliche Sicherungsmaßnahmen integraler Bestandteil der Planung. Im Gegensatz dazu steht im klassischen Hochbau primär die gebäudetechnische Funktionalität im Vordergrund, ohne komplexe Schnittstellen zu Bahnstrom-, Signal- oder Betriebsanlagen.


Die Präqualifizierung der AdaptING GmbH für die Planung elektrischer Energieanlagen bei der Deutschen Bahn wurde von unserem Projektleiter und Prokuristen Thomas begleitet.



Diese Richtlinien oder Normen spielen eine besondere Rolle


Im Rahmen der Planung von Elektrischen Energieanlagen Umfeld der Deutschen Bahn spielen insbesondere die DB-internen Regelwerke sowie die einschlägigen DIN-VDE-Normen eine zentrale Rolle.


An erster Stelle stehen die Richtlinien der DB InfraGO AG (ehemals DB Netz AG / DB Station & Service AG). Für die 50-Hz-Planung sind vor allem die RIL-Reihen zur Planung, Errichtung und Dokumentation elektrischer Energieanlagen maßgebend – unter anderem zu Niederspannungsanlagen, Schutzmaßnahmen, Netzformen, Verteilungen, Erdung/Potentialausgleich sowie zur Ausführungs- und Bestandsdokumentation.


Ergänzend sind die Vorgaben der DB Energie GmbH relevant, insbesondere bei Schnittstellen zur Bahnstromversorgung, zu Hochspannungsanschlüssen oder bei Übergängen zwischen Infrastruktur- und Stationsanlagen. Darüber hinaus sind die Vorgaben aus der Leuchtenauswahlliste der DB verbindlich, insbesondere bei Bahnsteig-, Gleisfeld- und Tunnelsicherheitsbeleuchtung.


Entscheidend ist jedoch nicht nur die Kenntnis einzelner Normen, sondern das Verständnis der bahnspezifischen Systemzusammenhänge: klare Zuständigkeitsabgrenzung zwischen DB InfraGO, DB Energie und weiteren Beteiligten, hohe Anforderungen an Verfügbarkeit und Betriebssicherheit sowie eine konsequent wartungsfreundliche und wirtschaftliche Planung.


Im Bahnumfeld ist Normkonformität nicht nur eine formale Anforderung – sie ist unmittelbar sicherheits- und betriebsrelevant.



Welche technischen Besonderheiten gelten konkret und wo liegen die größten planerischen Herausforderungen?


Die größten Herausforderungen liegen weniger in der reinen Elektrotechnik – sondern im Zusammenspiel der Systeme und Randbedingungen:


Bauen unter Betrieb

Planung erfolgt nahezu immer im laufenden Bahnbetrieb. Sperrpausen sind begrenzt, Umschlüsse müssen exakt vorbereitet werden. Versorgungssicherheit hat oberste Priorität.

 

Sicherheitsanforderungen im Gleisbereich

Kabeltrassen, Mastgründungen und Verteilungen befinden sich in einem sensiblen Umfeld mit Gefährdung durch Bahnbetrieb. Erdungs- und Schutzkonzepte müssen bahnspezifisch gedacht werden.


Bestandsintegration

Viele Anlagen sind historisch gewachsen. Dokumentationsstände sind unterschiedlich. Eine belastbare Bestandsaufnahme ist essenziell, Anlagen integriert werden.


Schnittstellenmanagement

50-Hz-Planung ist immer Schnittstellenplanung – zur Oberleitung, zur LST, zum Tiefbau, zur Telekommunikation und zur Bahnstromversorgung.


Normkonformität bei gleichzeitiger Wirtschaftlichkeit

Die Kunst besteht darin, eine norm- und RIL-konforme Lösung zu entwickeln, die gleichzeitig wartungsfreundlich, robust und wirtschaftlich ist – insbesondere bei großflächigen Elektrifizierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen.



Unsere Arbeitsweise als Grundlage für Infrastrukturprojekte


Infrastrukturprojekte verlangen Klarheit in Prozessen, Transparenz in Kosten und eine hohe Planungssicherheit.


Unsere digitale, modellbasierte Arbeitsweise bildet dafür eine stabile Grundlage.

Bei AdaptING ist BIM kein Zusatz, sondern Standard. Wir arbeiten durchgängig modellbasiert und schaffen damit:


  • eine frühzeitige Kollisionsprüfung

  • nachvollziehbare Mengenermittlungen

  • transparente Kostenstrukturen

  • klare Schnittstellenkoordination

  • dokumentierte Entscheidungsprozesse


Gerade bei Projekten mit hoher technischer Dichte und vielen Beteiligten ist diese Struktur entscheidend. Fehler in frühen Planungsphasen wirken sich bei Infrastrukturprojekten besonders stark aus, sowohl technisch als auch wirtschaftlich.



An welchem Projekt arbeiten wir aktuell?


Aktuell arbeiten wir am Projekt Ausbau und Elektrifizierung der Hochrheinbahn. Ziel ist die durchgängige Elektrifizierung der Strecke sowie die infrastrukturelle Modernisierung.

 

Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Planung liegt im Bereich Waldshut. Dort werden die bestehenden Bahnsteige vollständig neu errichtet und um einen zusätzlichen Bahnsteig ergänzt. Parallel erfolgt der zweigleisige Ausbau bislang eingleisiger Streckenabschnitte.

Wir planen unter anderem:


  • 50 Hz Energieinfrastruktur Bf. Waldshut

  • Neubau einer elektrischen Weichenheizung 16,7 Hz

  • Erneuerung der Gleisfeld- und Bahnsteigbeleuchtung

  • Beleuchtung Personenunterführung


Das Projekt vereint damit Streckenausbau, Elektrifizierung und umfassende Modernisierung der Verkehrsstation – technisch anspruchsvoll und mit hoher verkehrlicher Bedeutung für die gesamte Hochrheinregion.


Aktuell befinden wir uns in der Ausführungsplanung. Erste Planhefte wie die Elektrische Weichenheizung befinden sich bereits im Prüflauf.


Den Rest könnt ihr hier nachlesen: Willkommen auf der Hochrheinbahn - Die Hochrheinbahn.



Strategische Bedeutung für AdaptING


Die Präqualifizierung Planung Elektrischer Energieanlagen markiert für AdaptING einen strategischen Meilenstein.


Sie bestätigt unsere fachliche Kompetenz, unsere qualitätsgesicherte Arbeitsweise sowie unsere organisatorische Leistungsfähigkeit für anspruchsvolle Infrastrukturprojekte.


Warum ist das ein Meilenstein für uns?


Thomas: „Die Präqualifikation schafft die Grundlage für den gezielten Aufbau eines neuen Geschäftsbereichs. Auf Basis dieser Präqualifikation können wir unsere Planungsleistungen für die Deutsche Bahn systematisch ausweiten und ein zukunftsorientiertes unternehmerisches Wachstumsfeld erschließen.“


Welche Art von Projekten möchten wir künftig verstärkt begleiten?


Thomas: „Vor allem große komplexe Projekte, mit elektrotechnischen Anlagen, die uns planerisch fordern.“


Thomas gibt uns außerdem noch einen kleinen Ausblick: „Aktuell sind wir daran uns für die Ingenieurleistung Planung Weichenheizanlagen zu präqualifizieren.

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