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Gebäude mit Solarheizung

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Elektroheizungen – Arten, Vor- und Nachteile, Umweltfaktor und Wirkungsgrad


Elektroheizungen sind in den letzten Jahren zu einer beliebten Wahl geworden, wenn es darum geht, Räume effizient und bequem zu beheizen. Mit ihrer einfachen Installation, der geringen Wartung und der Möglichkeit, sie in verschiedenen Räumen einzusetzen, bieten sie eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen. In diesem Blogbeitrag werden wir uns einen Überblick über die verschiedenen Arten von Elektroheizungen verschaffen, ihre Vor- und Nachteile diskutieren, sowie einen Ausblick für die Zukunft geben.


Elektroheizungen – Arten, Vor- und Nachteile, Umweltfaktor und Wirkungsgrad


Welche Bauarten von Elektroheizungen gibt es?


Es zeichnen sich zwei größere Bauarten für Elektroheizungen ab. Einmal die Direktheizungen und die Speicherheizungen.


Direktheizungen:

  • Fußbodenheizungen

  • Radiatoren

  • Heizlüfter

  • Infrarotheizungen

  • Wandheizungen

  • Fußleistenheizungen

  • Konvektoren


Speicherheizungen:

  • Natursteinheizungen

  • Nachtspeicherheizungen

  • Flächenspeicherheizungen


Im Folgenden gehen wir auf die vier Formen von Elektroheizungen etwas näher ein und beschreiben deren Wirkungsweise, Vor- und Nachteile, Kosten, sowie den Umweltfaktor.



Arten von Elektroheizungen


Konvektionsheizungen

Funktion und Wirkungsweise:

Konvektionsheizungen nutzen das Prinzip der Luftkonvektion, um den Raum zu beheizen. Sie enthalten Heizelemente, die elektrische Energie in Wärme umwandeln. Die erwärmte Luft steigt aufgrund ihrer geringeren Dichte nach oben und kühlt dann ab, während sie an den kälteren Wänden des Raums entlangströmt. Dieser Prozess erzeugt einen konstanten Luftstrom, der die Wärme im Raum verteilt.


Vorteile von Konvektionsheizungen:

  1. Gleichmäßige Wärmeverteilung: Konvektionsheizungen sorgen für eine gleichmäßige Verteilung der Wärme im Raum, wodurch kalte Stellen vermieden werden. Die erwärmte Luft steigt nach oben und kühlt dann ab, während sie sich im Raum verteilt, was zu einer angenehmen und gleichmäßigen Temperatur führt.

  2. Einfache Installation und Wartung: Konvektionsheizungen sind in der Regel einfach zu installieren und erfordern keine komplizierten Umbauten. Sie können an der Wand montiert oder freistehend platziert werden. Darüber hinaus erfordern sie nur eine minimale Wartung, da sie keine beweglichen Teile enthalten.

  3. Schnelle Reaktionszeit: Konvektionsheizungen heizen den Raum relativ schnell auf, da die Luft unmittelbar nach dem Einschalten erwärmt wird. Dadurch können Sie die gewünschte Temperatur schneller erreichen und den Komfort in Ihrem Zuhause maximieren.


Nachteile von Konvektionsheizungen:

  1. Vorwärmzeit: Konvektionsheizungen benötigen in der Regel eine gewisse Vorwärmzeit, um den Raum auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Dies kann bei plötzlichem Kälteeinbruch oder unerwartetem Bedarf an zusätzlicher Wärme als Nachteil empfunden werden.

  2. Trockene Raumluft: Da Konvektionsheizungen die Raumluft erwärmen, kann dies zu einer verringerten Luftfeuchtigkeit führen. Dies kann insbesondere in den Wintermonaten zu trockener Haut, gereizten Atemwegen und statischer Elektrizität führen. Die Verwendung eines Luftbefeuchters kann hierbei Abhilfe schaffen.


Auswirkungen auf die Umwelt:

Konvektionsheizungen arbeiten elektrisch und setzen keine direkten Emissionen oder Abgase frei. Sie sind daher umweltfreundlicher als mit fossilen Brennstoffen betriebene Heizsysteme. Allerdings hängt die Umweltbilanz letztendlich von der Stromquelle ab, die zur Stromerzeugung verwendet wird. Der Einsatz erneuerbarer Energien kann die Umweltauswirkungen weiter reduzieren.


Kosten:

Die Kosten für Konvektionsheizungen variieren je nach Modell, Größe und Hersteller. In der Regel sind sie jedoch kostengünstiger in der Anschaffung im Vergleich zu anderen Heizungssystemen. Darüber hinaus verursachen sie in der Regel keine zusätzlichen Installationskosten und erfordern nur geringe Wartungsaufwendungen.


Fazit Konvektionsheizung:

Konvektionsheizungen sind eine effektive und beliebte Wahl, um Räume effizient zu beheizen. Mit ihrer gleichmäßigen Wärmeverteilung, einfacher Installation und Wartung sowie schneller Reaktionszeit bieten sie Komfort und Bequemlichkeit für den täglichen Gebrauch. Es ist wichtig, sich der Vor- und Nachteile bewusst zu sein und die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten zu berücksichtigen, um die beste Heizlösung für das Zuhause zu finden.



Infrarot Heizungen


Funktion und Wirkungsweise:

Infrarotheizungen nutzen Infrarotstrahlung, um Wärme direkt auf Objekte und Menschen im Raum zu übertragen. Anders als bei herkömmlichen Heizsystemen, die die Luft erwärmen, erwärmen Infrarotheizungen die Oberflächen im Raum. Die Strahlungswärme wird von den Objekten absorbiert, wandelt sich in Wärme um und erwärmt so den Raum. Dadurch entsteht ein angenehmes und behagliches Wärmegefühl, ähnlich wie bei natürlicher Sonnenwärme.


Vorteile von Infrarotheizungen:

  1. Schnelle und gezielte Wärme: Infrarotheizungen bieten eine schnelle Reaktionszeit und liefern sofort spürbare Wärme. Da sie die Objekte im Raum direkt erwärmen, wird die Wärme gleichmäßig und gezielt verteilt, ohne Verluste durch Luftzirkulation.

  2. Energiesparend: Infrarotheizungen können aufgrund der gezielten Strahlungswärme effizient arbeiten. Da sie die Oberflächen erwärmen, wird weniger Energie für die Erwärmung der gesamten Raumluft benötigt. Dadurch können Energiekosten eingespart werden.

  3. Geringe Wartung und lange Lebensdauer: Infrarotheizungen enthalten keine beweglichen Teile und erfordern daher keine regelmäßige Wartung. Sie haben eine lange Lebensdauer und bieten somit eine langfristige Heizlösung.


Nachteile von Infrarotheizungen:

  1. Hohe Anschaffungskosten: Infrarotheizungen haben in der Regel höhere Anschaffungskosten im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen. Dies kann anfangs eine Investition erfordern, die sich jedoch durch Energieeinsparungen auf lange Sicht amortisieren kann.

  2. Begrenzte Wärmeverteilung: Infrarotheizungen heizen gezielt die angestrahlten Oberflächen, aber sie haben begrenzte Reichweite. Dies bedeutet, dass sie in großen Räumen möglicherweise nicht ausreichen, um eine gleichmäßige Wärme in jedem Bereich zu gewährleisten. In solchen Fällen können zusätzliche Heizungen erforderlich sein.


Auswirkungen auf die Umwelt:

Infrarotheizungen nutzen elektrische Energie, sind jedoch umweltfreundlicher als mit fossilen Brennstoffen betriebene Heizsysteme, da sie keine direkten Emissionen verursachen. Um die Umweltauswirkungen weiter zu minimieren, ist es ratsam, grünen Strom aus erneuerbaren Energiequellen zu nutzen.


Kosten:

Die Kosten für Infrarotheizungen variieren je nach Größe, Leistung und Qualität. Die Anschaffungskosten können höher sein als bei herkömmlichen Heizsystemen, aber die langfristigen Energieeinsparungen können die Investition ausgleichen.


Fazit Infrarotheizung:

Infrarotheizungen bieten eine moderne und effiziente Möglichkeit, Räume zu beheizen. Mit ihrer gezielten Strahlungswärme, schnellen Reaktionszeit und Energiesparpotenzial sind sie eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen. Trotz höherer Anschaffungskosten und begrenzter Reichweite können Infrarotheizungen eine nachhaltige Heizlösung für ein komfortables und behagliches Zuhause bieten. Es ist ratsam, die individuellen Bedürfnisse, die Raumgröße und andere Faktoren zu berücksichtigen, um die beste Heizoption auszuwählen.




Fußbodenheizungen


Funktion und Wirkungsweise:

Fußbodenheizungen bestehen aus Heizkabeln oder Heizmatten, die unter dem Bodenbelag installiert sind. Sie erwärmen den Boden und geben die Wärme dann an den Raum ab. Diese Art der Wärmeübertragung, auch als Strahlungswärme bezeichnet, ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung der Wärme von unten nach oben. Dadurch wird der gesamte Raum behaglich und angenehm erwärmt.


Vorteile von Fußbodenheizungen:

  1. Gleichmäßige Wärmeverteilung: Fußbodenheizungen sorgen für eine gleichmäßige Wärme im gesamten Raum. Da die Wärme vom Boden ausgeht, gibt es keine kalten Stellen oder Zugluft. Die Wärme steigt sanft nach oben und schafft ein angenehmes und behagliches Raumklima.

  2. Energiesparend: Fußbodenheizungen können Energieeffizienzvorteile bieten, da sie niedrigere Vorlauftemperaturen erfordern als herkömmliche Heizsysteme. Dadurch wird weniger Energie verbraucht, um den Raum auf die gewünschte Temperatur zu bringen, was zu Einsparungen bei den Heizkosten führen kann.

  3. Freie Raumgestaltung: Da die Heizkabel oder Heizmatten unter dem Boden verlegt sind, nehmen Fußbodenheizungen keinen wertvollen Platz im Raum ein. Dies ermöglicht eine flexible Raumgestaltung ohne Einschränkungen durch Heizkörper oder Radiatoren.


Nachteile von Fußbodenheizungen:

  1. Langsamere Reaktionszeit: Fußbodenheizungen benötigen mehr Zeit als andere Heizsysteme, um den Raum aufzuheizen. Der Boden hat eine hohe Wärmekapazität, sodass es einige Zeit dauern kann, bis die Wärme im Raum spürbar wird. Daher ist eine vorausschauende Temperaturregelung wichtig, um den gewünschten Komfort zu gewährleisten.

  2. Installationskosten: Die Installation einer Fußbodenheizung kann mit höheren Kosten verbunden sein als bei herkömmlichen Heizsystemen. Es erfordert spezielle Kenntnisse und Fachleute, um das Heizsystem ordnungsgemäß zu verlegen und zu installieren. Dies sollte bei der Entscheidung für eine Fußbodenheizung berücksichtigt werden.


Auswirkungen auf die Umwelt:

Fußbodenheizungen können umweltfreundlich sein, insbesondere wenn sie mit erneuerbaren Energiequellen wie Solarenergie oder Wärmepumpen betrieben werden. Durch den effizienten Einsatz der Wärme und die gleichmäßige Verteilung im Raum können Fußbodenheizungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs beitragen.


Kosten:

Die Kosten für Fußbodenheizungen variieren je nach Art des Heizsystems, der Raumgröße und des gewählten Bodenbelags. Die Installationskosten können höher sein als bei herkömmlichen Heizsystemen, aber die langfristigen Energieeinsparungen können die Investition rechtfertigen.


Fazit Fußbodenheizung:

Fußbodenheizungen bieten eine komfortable und effiziente Art der Raumbeheizung. Mit ihrer gleichmäßigen Wärmeverteilung, Energiespareffekten und der Möglichkeit zur freien Raumgestaltung sind sie eine beliebte Wahl für viele Hausbesitzer. Es ist wichtig, die Vor- und Nachteile zu berücksichtigen sowie die individuellen Bedürfnisse und die baulichen Gegebenheiten zu berücksichtigen. Fußbodenheizungen können eine langfristige und nachhaltige Lösung für eine behagliche Wärme in Ihrem Zuhause bieten.




Speicherheizungen


Funktion und Wirkungsweise:

Speicherheizungen arbeiten mit einem einfachen Prinzip. Während der Nacht oder zu Zeiten, wenn der Strom günstiger ist, wandeln sie elektrische Energie in Wärme um und speichern sie in einem Wärmespeicher, typischerweise in Form von speziellen Speichersteinen oder -platten. Die gespeicherte Wärme wird dann im Laufe des Tages nach und nach freigesetzt, um den Raum zu heizen.


Vorteile von Speicherheizungen:

  1. Energieeinsparungen: Speicherheizungen nutzen die günstigeren Stromtarife während der Nacht, um Wärme zu speichern. Dadurch können sie insgesamt günstigere Heizkosten ermöglichen, insbesondere wenn ein geeigneter Stromtarif gewählt wird.

  2. Einfache Installation: Speicherheizungen sind in der Regel einfach zu installieren und erfordern keine komplexen Umbaumaßnahmen. Sie können auch in Häusern ohne Gasanschluss verwendet werden, was ihre Vielseitigkeit erhöht.

  3. Individuelle Steuerung: Moderne Speicherheizungen bieten oft eine individuelle Steuerung für jeden Raum, sodass die Wärmeabgabe je nach Bedarf angepasst werden kann. Dies ermöglicht eine maßgeschneiderte Heizlösung für verschiedene Räume im Haus.


Nachteile von Speicherheizungen:

  1. Eingeschränkte Kontrolle: Da Speicherheizungen die Wärme speichern und sie dann langsam abgeben, ist die sofortige Anpassung der Heizleistung begrenzt. Es kann schwierig sein, die Heizung spontan zu erhöhen oder zu reduzieren, wenn sich die Temperaturbedürfnisse ändern.

  2. Träge Reaktionszeit: Speicherheizungen haben eine längere Reaktionszeit als beispielsweise Konvektionsheizungen. Da die Wärme zuerst gespeichert und dann freigesetzt wird, kann es einige Zeit dauern, bis sich der Raum auf die gewünschte Temperatur aufheizt.


Auswirkungen auf die Umwelt:

Die Umweltauswirkungen von Speicherheizungen hängen von der Art der Stromerzeugung ab. Wenn der genutzte Strom aus erneuerbaren Energien stammt, können sie eine umweltfreundliche Heizoption sein. Bei fossil basiertem Strom ist die Umweltbilanz weniger positiv. Die Auswahl eines nachhaltigen Stromtarifs ist daher wichtig, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.


Kosten:

Die Kosten für Speicherheizungen variieren je nach Modell, Größe und Hersteller. Neben den Anschaffungskosten sollten auch die Stromtarife berücksichtigt werden, um die langfristigen Betriebskosten abzuschätzen. Die Energieeinsparungen können dazu beitragen, die Kosten im Laufe der Zeit zu kompensieren.


Fazit Speicherheizung:

Speicherheizungen bieten eine effiziente Möglichkeit, elektrisch zu heizen, indem sie Wärme während der günstigen Stromtarife speichern und sie später abgeben. Sie können Energieeinsparungen ermöglichen und sind einfach zu installieren. Allerdings ist ihre Reaktionszeit träge und die Kontrolle über die Heizleistung eingeschränkt. Es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Umweltauswirkungen zu berücksichtigen und den passenden Stromtarif zu wählen. Speicherheizungen können eine praktische Lösung für Haushalte sein, die ihre Heizkosten senken und den Komfort maximieren möchten.




Wirkungsgrad bei nahezu 100%


Wirkungsgrad Elektroheizung

Die Funktionsweise einer Elektroheizung beruht auf der Umwandlung von elektrischer Energie in Wärmeenergie. Die Heizung besteht aus einem elektrischen Widerstandselement, das durch den Stromfluss erhitzt wird. Diese Wärme wird dann an den Raum abgegeben, um ihn zu erwärmen. Es gibt verschiedene Arten von Elektroheizungen, darunter Konvektionsheizungen, Infrarotheizungen und Fußbodenheizungen, die jeweils auf unterschiedliche Weise Wärme erzeugen und abgeben.


Der Wirkungsgrad einer Elektroheizung ist nahezu 100%, was bedeutet, dass fast die gesamte eingesetzte elektrische Energie in Wärme umgewandelt wird. Im Vergleich zu anderen Heizsystemen, die auf fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas basieren, gibt es bei Elektroheizungen keinen Verlust durch Abgase oder Verbrennung. Die elektrische Energie wird direkt in Wärmeenergie umgewandelt, wodurch der Wirkungsgrad maximiert wird.


Der hohe Wirkungsgrad von Elektroheizungen hat mehrere Gründe:


  1. Direkte Umwandlung: Elektroheizungen wandeln elektrische Energie direkt in Wärmeenergie um, ohne den Umweg über eine Zwischenstufe wie bei der Verbrennung von Brennstoffen. Dadurch geht keine Energie verloren, die bei anderen Heizsystemen möglicherweise durch Abgase oder ungenutzte Wärme entweichen würde.

  2. Keine Transportverluste: Elektrische Energie kann einfach und effizient über Leitungen in den Heizungskörper geleitet werden. Im Gegensatz dazu können bei zentralen Heizsystemen, die Wärmeenergie über Rohrleitungen transportieren, erhebliche Verluste durch Wärmestrahlung oder Wärmeübertragung auftreten.

  3. Individuelle Raumheizung: Elektroheizungen ermöglichen eine gezielte Raumheizung. Sie können in einzelnen Räumen installiert und separat gesteuert werden, wodurch die Wärme dort erzeugt wird, wo sie benötigt wird. Dadurch wird Energieverschwendung vermieden, da nicht ungenutzte Räume beheizt werden müssen.

Es ist wichtig anzumerken, dass der hohe Wirkungsgrad von Elektroheizungen nicht bedeutet, dass sie die energieeffizienteste Heizoption für alle Anwendungen sind. Die Herstellung von elektrischer Energie kann mit Umweltauswirkungen verbunden sein, abhängig von der Art der Stromerzeugung. Der Einsatz von erneuerbaren Energien wie Solarenergie oder Windkraft kann jedoch dazu beitragen, die ökologischen Auswirkungen zu minimieren.


Insgesamt bieten Elektroheizungen aufgrund ihres hohen Wirkungsgrads und ihrer einfachen Installation eine effiziente und flexible Heizlösung. Sie sind besonders geeignet für kleinere Räume, einzelne Zimmer oder als Ergänzung zu anderen Heizsystemen. Bei der Auswahl einer Elektroheizung sollten jedoch die individuellen Bedürfnisse, die Kosten und die Umweltauswirkungen berücksichtigt werden.



Ist eine Elektroheizung nachhaltig?


Elektroheizungen haben in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit Vor- und Nachteile, die berücksichtigt werden sollten.


Vorteile einer Elektroheizung in Bezug auf Nachhaltigkeit:

  1. Effizienz: Elektroheizungen können eine hohe Effizienz aufweisen, da sie elektrische Energie direkt in Wärme umwandeln, ohne den Umweg über den Verbrennungsprozess zu gehen.

  2. Erneuerbare Energiequellen: Elektroheizungen können mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen betrieben werden, wie beispielsweise Wind- oder Solarenergie. Dadurch wird der CO2-Fußabdruck der Heizung reduziert.

  3. Zonale Heizung: Elektroheizungen ermöglichen die zonale Beheizung von Räumen, was bedeutet, dass nur die Räume beheizt werden, die tatsächlich genutzt werden. Dadurch kann Energie eingespart werden, indem unnötiges Heizen vermieden wird.

Nachteile einer Elektroheizung in Bezug auf Nachhaltigkeit:

  1. Strommix: Der ökologische Fußabdruck einer Elektroheizung hängt stark von der Herkunft des Stroms ab. In Regionen, in denen der Strom überwiegend aus fossilen Brennstoffen erzeugt wird, kann der Betrieb einer Elektroheizung zu einer höheren CO2-Emission führen als bei anderen Heizsystemen.

  2. Netzbelastung: Elektroheizungen haben einen hohen Strombedarf, insbesondere bei großflächiger Anwendung. Wenn viele Elektroheizungen gleichzeitig betrieben werden, kann dies zu einer Belastung des Stromnetzes führen.

  3. Energiespeicherung: Elektroheizungen haben keine integrierte Möglichkeit zur Energiespeicherung. Wenn der Stromverbrauch auf Zeiten mit niedrigerem Strombedarf verschoben werden kann (z. B. durch Nutzung von Nachtstromtarifen), kann dies jedoch zu einer besseren Ausnutzung des Stromnetzes beitragen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Nachhaltigkeit einer Elektroheizung stark von der individuellen Situation abhängt, einschließlich des Strommixes, der Effizienz des Heizsystems, der Wärmedämmung des Gebäudes und der Nutzungsmuster. Es kann ratsam sein, alternative Heizoptionen zu prüfen, wie z. B. Wärmepumpen, die effizienter arbeiten und eine geringere Umweltauswirkung haben können.


Die Problematik mit dem Stromnetz ist der hohe Strombedarf, besonders in Zeiten in denen es schwieriger ist Strom zu generieren (zum Beispiel durch Sonne: im Winter wird logischerweise mehr Strom gebraucht, allerdings wird auch weniger gewonnen).


Optimal wäre die Generierung von Energie mit eigener Erzeugung und Speicher um das Stromnetz nicht weiter zu belasten. Das kann zum Beispiel durch eine Optimierung durch einen Batteriespeicher und die Installation von Photovoltaik erreicht werden.



Berechnung der Stromkosten


Die Berechnung der Stromkosten erfolgt anhand des Energieverbrauchs und des Strompreises. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du die Stromkosten für ein bestimmtes Gerät oder einen bestimmten Zeitraum berechnen kannst:


1. Ermittle den Stromverbrauch: Überprüfe das Etikett oder die technischen Daten des Geräts, um den Stromverbrauch in Watt (W) oder Kilowatt (kW) zu finden. Alternativ kannst du auch den Stromverbrauch anhand der Leistung und der Betriebszeit des Geräts berechnen. Multipliziere dazu die Leistung des Geräts in Kilowatt (kW) mit der Betriebszeit in Stunden (h).


Beispiel: elektrischer Badheizkörper

Anschlussleistung: 1000W oder 1kW

Betriebsstunden pro Tag: 2h/Tag à 730h/a

Stromverbrauch /a = 730h/a x 1000W = 730.000,00Wh


2. Rechne den Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) um: Um den tatsächlichen Energieverbrauch zu berechnen, teile den Stromverbrauch in Watt (oder Kilowatt) durch 1.000, um den Verbrauch in Kilowattstunden (kWh) zu erhalten. Dies ist die Einheit, die in der Regel auf deiner Stromrechnung verwendet wird.


Beispiel: 730.000,00Wh/1000 = 730kWh


3. Bestimme den Strompreis: Überprüfe deine Stromrechnung oder kontaktiere deinen Stromanbieter, um den aktuellen Strompreis pro Kilowattstunde (kWh) zu ermitteln. Der Strompreis kann je nach Anbieter und Tarif variieren.


Beispiel: ca. 0,30€ / kWh


4. Multipliziere den Verbrauch mit dem Strompreis: Multipliziere den Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh) mit dem Strompreis pro Kilowattstunde (kWh). Das Ergebnis ist der Betrag der Stromkosten für das Gerät oder den Zeitraum, den du berechnen möchtest.


Beispiel: 0,30€ / kWh * 730kWh = 219,00€


Beachte, dass dies eine einfache Methode zur Berechnung der Stromkosten ist. In der Praxis können weitere Faktoren wie Grundgebühren, unterschiedliche Tarifzeiten, progressive Tarife oder Rabatte berücksichtigt werden. Für eine genaue Berechnung empfiehlt es sich, die spezifischen Details deines Stromvertrags zu überprüfen oder dich direkt an deinen Stromanbieter zu wenden.


Grundsätzlich gilt als Faustformel:


Neubauten: 40-60 W/m² = 1,38 bis 2,08 Cent pro Stunde und Quadratmeter = 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter und Jahr


Altbauten (schlecht gedämmt): 100 - 120 W/m² = 3,46 - 4,15 Cent pro Stunde und Quadratmeter = 50 bis 60 Euro pro Quadratmeter und Jahr



Sparen mit Niedrigenergiehäusern?


Ein Niedrigenergiehaus ist ein Gebäude, das durch eine besonders energieeffiziente Bauweise und technische Ausstattung einen geringen Energieverbrauch aufweist. Es zeichnet sich durch eine hohe Wärmedämmung, gute Luftdichtheit und den Einsatz effizienter Heiz- und Belüftungssysteme aus. Das Ziel eines Niedrigenergiehauses besteht darin, den Energiebedarf für Heizung, Kühlung und Warmwasserbereitung deutlich zu reduzieren, um sowohl die Energiekosten als auch den CO2-Ausstoß zu verringern.


Hier sind einige wichtige Merkmale eines Niedrigenergiehauses:

  • Wärmedämmung

  • Luftdichtheit

  • Effiziente Heizung und Kühlung

  • Lüftungssysteme

  • Energieeffiziente Haustechnik


Wenn diese Merkmale erfüllt werden, kann es sogar zu einem KfW40-Gebäude werden. KfW40 bezieht sich auf den energetischen Standard eines Gebäudes gemäß den KfW-Förderprogrammen in Deutschland. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist eine staatliche Bank, die verschiedene Förderprogramme im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien anbietet.


Der Standard KfW40 bezeichnet ein besonders energieeffizientes Gebäude. Es bedeutet, dass das Gebäude einen Jahresprimärenergiebedarf hat, der nur 40 Prozent des gesetzlich festgelegten Referenzwertes für Neubauten beträgt. Der Referenzwert wird in der Energieeinsparverordnung (EnEV) festgelegt.


Die KfW bietet für den Bau oder Kauf von KfW40-Gebäuden spezielle Förderkredite oder Zuschüsse an, um Bauherren finanziell zu unterstützen und den Anreiz zur Umsetzung energieeffizienter Gebäude zu erhöhen.


Hier ist der Einsatz von Elektroheizungen tatsächlich die beste Option.




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